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Alpha Ventus © Matthias Ibeler

Alpha Ventus

Ein Energiebündel mit Höchstleistung

Energiewirtschaft

Eine Bundesregion unter Strom – nur wenige Kilometer von Hannover entfernt.

Wind of change - Erneuerbare Energie aus dem Norden 

Klimaschutz ist in aller Munde. Als Folge der globalen Erderwärmung hat sich das Bundesland Niedersachsen der Weiterentwicklung erneuerbarer Energie-Technologien gewidmet. So flossen 2010 15,1 Mio. Euro in den Forschungstopf. Besonders im Fokus steht dabei die Gewinnung von Energie durch Windkraft. Niedersachsen kommt dabei eine Vorreiterrolle zu, denn mit seinen ca. 5.783 Windkraftanlagen stehen gut ein Fünftel aller Windkraftanlagen im Norden Deutschlands. Natürlich ist gerade die Lage an der Nordsee ausschlaggebend für die Erzeugung der ca. 8.957 Megawatt.

Mit seinen ca. 41 – noch teilweise in Planung befindlichen – Offshore-Windparks, z. B. dem 2017 in Betrieb genommenem „Nordergründe“ oder dem allerersten deutschen Offshore-Windpark „alphaventus“ im Jahr 2010, wird klar, dass Niedersachsen in Sachen Windanlagen am Rad dreht. Aber nicht nur auf hoher See, sondern auch auf dem Festland pfeift der Luftstrom durch die Rotoren der Energiemühlen.

Einer von Europas größten Windparks war der 1998 eröffnete Windpark Holtriem mit inzwischen 89 Windrädern. Das Besondere daran ist aber inzwischen nicht mehr ihre Vielzahl: Eine der Anlagen ist mit einer Aussichtsplattform ausgestattet. Wer also einen herrlichen Weitblick über das ostfriesische Flachland mit seinen Windanlagen genießen will, sollte die ca. drei Stunden Fahrzeit von Hannover und die 297 Stufen bis auf 60 Meter Höhe zurücklegen. 

Aber woher kommen diese mächtigen Kolosse? Natürlich auch aus Niedersachsen. Denn einige führende Hersteller von Windkraftanlagen haben sich im Norden mit ihren Produktionsstätten niedergelassen: z.B. „Enercon“ in Aurich und Emden mit besten Anbindungen an die Nordsee oder „GE Wind Energy“ im 157 km von Hannover entfernten Salzbergen, in der Grafschaft Bentheim. Niedersachsen liefert also nicht nur Energie für die Menschen, sondern schafft für selbige auch Arbeitsplätze im Windanlagen-Bereich.

Noch mehr Power für Niedersachsen 

Wo die Energie für Deutschland noch herkommt? Niedersachsen verfügt über die größten Erdgasvorkommen Deutschlands. Insgesamt 95% der Förderung an Erdgas fallen auf das nordwestlichste Bundesland, bei Erdöl sind es immerhin noch 40%. Aber nicht nur bei fossilen Brennstoffen ist der Norden gefragt. Auch bei Biogaserzeugnissen erreicht man im nationalen Vergleich die höchste Stromproduktion – mit 4.190 Millionen Kilowattstunden.

Ganz ohne AKWs geht es aber noch nicht. Zwei Standorte im Emsland und in Grohnde sorgen für einen ununterbrochenen Stromfluss. Kein Garant zur Energiegewinnung, aber immerhin ein optisches Highlight stellt das Wasserkraftwerk Romkerhalle dar. Es liegt in einem Tal bei Schulenburg (im Harz) und wird durch den gewundenen Okertalsee gespeist. Der Rückstau des Wassers wird gleichzeitig zum Rückzugsort der Umwelt und zum Erlebnisparadies für Wander-Touristen und Bootsfahrer. Ein elektrisierender Platz, wie es ihn unzählige Male in Niedersachsen gibt.

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